{"id":22542,"date":"2023-11-22T00:57:03","date_gmt":"2023-11-21T22:57:03","guid":{"rendered":"https:\/\/historisches-kirchhellen.de\/?page_id=22542"},"modified":"2023-11-22T00:57:05","modified_gmt":"2023-11-21T22:57:05","slug":"vom-alten-werwolf","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/historisches-kirchhellen.de\/?page_id=22542","title":{"rendered":"Vom alten &#8222;Werwolf&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><em>von H. Riesener<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify\">In alter Zeit ging des Nachts ein Wer- oder Mannwolf (Warwulf) von Haus Beck am Friedhof Gladbeck vorbei nach Haus Horst. Mit ihm traf einst der letzte Nachtw\u00e4chter des Dorfes Gladbeck, der Schreiner Theodor Hagemann, der auf dem Timmerhof wohnte, zusammen, und zwar begegnete er dem Werwolf auf einem n\u00e4chtlichen Dienstgange in der jetzigen Marktstra\u00dfe, wo die alte Post lag. Kurze Zeit nachher sah auch der Metzger Adolf Wormland den Werwolf in der N\u00e4he seines Elternhauses an der Einm\u00fcndung der Backstra\u00dfe auf den Kirchplatz. Wormland wollte in der Meinung, es sei ein gro\u00dfer Hund, das Tier verscheuchen. Doch dieses blickte ihn z\u00e4hnefletschend an. Als er danach treten wollte, stie\u00df er aber ins Leere. Jetzt fiel ihm die oft von Theodor Hegemann geh\u00f6rte Erz\u00e4hlung von dem Werwolf ein. Voller Angst zog sich A. Wormland zur Haust\u00fcr zur\u00fcck, w\u00e4hrend das zottige Tier sich durch die Gasse nach Ko\u00dfmann, der heutigen Wirtschaft Vortmann hinbewegte, um von da seinen Weg nach Haus Beck fortzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify\"><em>aus: Gladbecker Bl\u00e4tter 1925<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify\"><strong>Anmerkung von Johannes Rottmann:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify\">Die Sagen vom &#8222;schwarzen Hund\u2019\u2019 und \u201cWerwolf\u201d\u2019 sind verwandt. Dort ist die Hauptperson der schwarze Hund, hier der Werwolf oder Warwolf (von althochdeutsch wer &#8211; Mann, also Mann in Wolfsgestalt). Der Werwolf ist nach dem Volksglauben ein Mann, der durch Anlegen eines Wolfshemdes in einen Wolf verwandelt wird und dessen St\u00e4rke und Mordlust annehmen kann. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify\">Mein Vater hat mir folgende tragikomische Begebenheit hierzu erz\u00e4hlt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify\">In der fr\u00fcheren Gastwirtschaft Lepper (\u2019Treppchen\u2019\u2019) hatte man sich an einem Abend lange \u00fcber Spukgeschichten unterhalten und auch Werwolfgeschichten aufgetischt. Wilm B. hatte hierbei versichert, keine Angst zu kennen. Dies glaubte man ihm nicht. Noch bevor Wilm den Heimweg antrat, hatte ein Anwesender die Wirtschaft unbemerkt verlassen, sich in ein wei\u00dfes Laken geh\u00fcllt und sich auf Wilms Heimwegstrecke in Lauerstellung begeben. Die Nacht war dunkel, Sie war nicht dazu angetan, Wilms mit Spukerz\u00e4hlungen angef\u00fcllten Kopf aufzuhellen und ihm die \u2014 zwar verhehlte \u2014 Angst zu nehmen. Wer wei\u00df, was seine Fantasie aus der wei\u00dfumh\u00fcllten Gestalt machte, die ihn auf dem Heimweg wuchtig von hinten ansprang. Seine Nerven wurden von diesem Werwolf-Sprung arg in Mitleidenschaft gezogen. Er hat als Folge des Spukerlebnisses einige Zeit krank gelegen. <\/p>\n\n\n\n<p><em>aus: Schriftenreihe Nr. 6 des Vereins- f\u00fcr Orts- und Heimatkunde Kirchhellen<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von H. Riesener In alter Zeit ging des Nachts ein Wer- oder Mannwolf (Warwulf) von Haus Beck am Friedhof Gladbeck vorbei nach Haus Horst. 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